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<title>Tonometrie</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tonometrie</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Mit <b>Tonometrie</b> (von <i>tónos, τόνος</i>, <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">griechisch</a> „Druck, Spannung“, und <i>metron, μἐτρον</i>, <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">griechisch</a> „das Maß“) wird die Messung des <a href="Augeninnendruck" title="Augeninnendruck">Augeninnendrucks</a> bezeichnet, dessen Erhöhung über den Normalwert hinaus in der Regel einen der wichtigsten, jedoch nicht den einzigen, Risikofaktor für einen <a href="Gr%C3%BCner_Star" class="mw-redirect" title="Grüner Star">grünen Star</a> (<i>Glaukom</i>) darstellt. Er wird in <a href="Torr" title="Torr">mmHg</a> gemessen und beträgt bei einem gesunden Erwachsenen zwischen 10 und 21&nbsp;mmHg.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verfahren, bei denen es zwischen <a href="Auge" title="Auge">Auge</a> und Messgerät, dem <i>Tonometer</i>, zu einem direkten Kontakt kommt, erfordern zuvor eine lokale <a href="Bet%C3%A4ubung" class="mw-redirect" title="Betäubung">Betäubung</a> der <a href="Hornhaut" title="Hornhaut">Hornhaut</a> mittels Tropfen, damit die Messung schmerzfrei verläuft. Da der intraokulare Druck zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich hoch sein kann, wird dieser bei entsprechender <a href="Indikation" title="Indikation">Indikation</a> mehrmals hintereinander über den Tag und die Nacht verteilt gemessen und zu einem sogenannten <i>Tagesdruckprofil</i> zusammengefasst. Die Bewertung der Messergebnisse ist Augenärzten vorbehalten. Ein <a href="Glaukom" title="Glaukom">Glaukom</a> kann auch dann vorliegen, wenn der Augeninnendruck innerhalb des o.&nbsp;g. Normalbereichs liegt, und ein erhöhter Augeninnendruck außerhalb des Normbereichs begründet lediglich einen Glaukom<i>verdacht.</i>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Messverfahren">Messverfahren</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Applanationstonometrie">Applanationstonometrie</h3></div>


<p>Eine gängige und genaue Methode ist die <i>Applanationstonometrie</i> (<i>planus</i>, <a href="Latein" title="Latein">lat.:</a> „flach, eben, platt“), die der österreichisch-schweizerische Ophthalmologe <a href="Hans_Goldmann_(Mediziner%2C_1899)" title="Hans Goldmann (Mediziner, 1899)">Hans Goldmann</a> 1974 entwickelte<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. An einem speziellen augenärztlichen Untersuchungsgerät, der <a href="Spaltlampe" title="Spaltlampe">Spaltlampe</a>, ist hierbei ein kleiner Messkörper angebracht. Bei der Untersuchung wird die Kraft gemessen, die notwendig ist, seine plane Vorderfläche mit einem Durchmesser von 3,06&nbsp;mm (Fläche = 7,35&nbsp;mm²) mit der Hornhaut in Kontakt zu bringen und diese abzuplatten. Zur visuellen Überprüfung des Kontakts zwischen Hornhaut und Messkörper durch den Untersucher wird zuvor eine wässrige Lösung des Farbstoffs <a href="Fluorescein" title="Fluorescein">Fluorescein</a> in den <a href="Bindehaut" title="Bindehaut">Bindehautsack</a> geträufelt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die aufgewendete Kraft wird durch eine Federwaage erzeugt, die an eine Messtrommel gekoppelt ist. Von dieser kann man den Druck unmittelbar ablesen. Es gibt auch Applanationstonometer, die in der Hand gehalten werden, um eine Inspektion an beispielsweise liegenden Personen durchführen zu können.
</p><p>Verschiedene Studien verweisen bei der Applanationstonometrie auf eine <a href="Korrelation" title="Korrelation">Korrelation</a> von <i>Hornhautdicke</i> und ermittelten Druckwerten. Bei Menschen mit sehr dicker Hornhaut könne danach das Messergebnis fälschlicherweise zu hoch ausfallen, bei Personen mit sehr dünner Hornhaut zu niedrig. Insbesondere nach refraktiven Operationen, bei denen die Hornhaut „verdünnt“ wurde, sollen solche Messfehler auftreten können. Es wird deshalb empfohlen, insbesondere bei entsprechenden Patientengruppen, vor der Messung des Augeninnendrucks die Hornhautdicke zu bestimmen. Dies geschieht meistens mit einem sogenannten <a href="Pachymeter" title="Pachymeter">Pachymeter</a>. Der richtige Wert könne dann über einen Umrechnungsfaktor anhand einer Korrekturtabelle ermittelt werden.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Andere Studien kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass applanatorisch gemessene Druckwerte bei Patienten mit einer dicken Hornhaut kein <a href="Artefakt_(Diagnostik)" title="Artefakt (Diagnostik)">Artefakt</a> seien, und empfehlen im Zweifelsfall eine Druckwertbestimmung mittels intraokularer <i>Drucksonde</i>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Jedoch haben auch andere Hornhauteigenschaften wie Steifigkeit und Viskoelastizität Einfluss auf die Messgenauigkeit des Augeninnendrucks.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Bedarfsfall empfehlen sich daher auch andere hornhautunabhängige Messungen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Impressionstonometrie">Impressionstonometrie</h3></div>
<p>Ein älteres Verfahren der Augeninnendruckmessung ist die <i>Impressionstonometrie</i> (<i>impressio</i>, <a href="Latein" title="Latein">lat.:</a> „Eindringen, Eindruck“). Das hierfür in der Regel verwendete <b>Schiötz-Tonometer</b>, benannt nach dessen Entwickler, dem norwegischen Augenarzt Hjalmar August Schiøtz (1850–1927), ist ein einfaches Gerät, das von Hand auf die <a href="An%C3%A4sthesie" title="Anästhesie">anästhesierte</a> Hornhaut des auf dem Rücken liegenden Patienten aufgesetzt wird. Es zeigt an, wie tief ein Metallstift mit definiertem Gewicht die Hornhaut eindellt. Die Tiefe ist vom Augeninnendruck abhängig. Skalenwerte, verwendete Gewichte und ermittelte Ergebnisse sind in einer Eichtabelle aufgeführt. Ein Problem der Impressionstonometrie ist, dass die verwendeten Instrumente nur auf Augen mit einer durchschnittlichen Dehnungsfähigkeit der <a href="Sklera" class="mw-redirect" title="Sklera">Skleren</a> geeicht sind (<a href="Rigidit%C3%A4t" class="mw-disambig" title="Rigidität">Rigidität</a>). Bei abnormer Rigidität (zum Beispiel bei <a href="Myopie" class="mw-redirect" title="Myopie">Myopie</a>) zeigt die Eichtabelle falsche Werte für den Augeninnendruck an. Aus diesem Grund ist die Applanationstonometrie die Methode der Wahl.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Non-Contact-Tonometrie_(NCT)"><span id="Non-Contact-Tonometrie_.28NCT.29"></span>Non-Contact-Tonometrie (NCT)</h3></div>
<p>Eine Verfahrensweise, bei der es nicht zu einer Berührung zwischen Auge und Messinstrument kommt, stellt die <i>Non-Contact-Tonometrie</i> (NCT) dar. Der Augeninnendruck wird mittels eines <a href="Impuls" title="Impuls">Impulses</a> mit kurzzeitig erhöhtem <a href="Luftdruck" title="Luftdruck">Luftdruck</a> gemessen. Vom Untersuchungsablauf her ist diese Methode für den Probanden zwar angenehmer, wegen der <a href="Apparat" class="mw-disambig" title="Apparat">apparativ</a>, nicht <a href="System" title="System">systemisch</a> bedingten geringeren Mess<a href="Genauigkeit" title="Genauigkeit">genauigkeit</a> ist sie jedoch nicht uneingeschränkt aussagefähig.
</p><p>Während impressions- und applanationstonometrische Untersuchungen ausschließlich eine <a href="Augenarzt" class="mw-redirect" title="Augenarzt">augenärztliche</a> Tätigkeit darstellen, finden Inspektionen und Screenings des intraokularen Drucks mittels NCT zunehmend auch bei <a href="Augenoptiker" title="Augenoptiker">Augenoptikern</a> Anwendung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Transpalpebrale_Sclerale_Tonometrie">Transpalpebrale Sclerale Tonometrie</h3></div>
<p>Die Transpalpebrale Sclerale Tonometrie bezieht sich auf die Methode zur Messung des Augeninnendrucks durch das Augenlid. Sie vermeidet den direkten Kontakt mit der Hornhaut und arbeitet nach dem Rückstoßprinzip, jedoch durch das Augenlid hindurch (transpalpebral). Der Anwender setzt das Gerät auf das Oberlid auf und löst die Messung aus. Die Funktion des Sensors erfüllt eine frei verschiebbare Stange, die bei ihrem Senken mit der elastischen Augenfläche im Bereich der <a href="Sclera" class="mw-redirect" title="Sclera">Sclera</a> zusammenwirkt. Der Patient kann sitzen oder liegen, muss jedoch in einem 45°-Winkel nach oben blicken. Bei der Anwendung dieser Methode ist keine Lokalanästhesie erforderlich.
Mit dieser Methode sind Ergebnisse der Augeninnendruckmessung unabhängig vom biomechanischen Zustand der Hornhaut und sollen nicht mit Pachymeter korrigiert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dynamic_Contour_Tonometrie">Dynamic Contour Tonometrie</h3></div>

<p>Ein neueres Verfahren stellt die sogenannte <i>Dynamic Contour Tonometrie</i> (DCT) dar. Das dynamische Messprinzip unterscheidet sich grundsätzlich von der statischen Applanationstonometrie, weil es die Hornhaut nicht abplattet, sondern der der Hornhaut nachempfundene Messkopf die Hornhaut in ihren natürlichen, spannungsfreien Zustand bringt. Die Wölbung der Hornhaut unter dem Messkopf wird nur leicht verringert (flacher). Der Druck zwischen Messkopf und Hornhaut entspricht dann dem Augeninnendruck. Ein im Tonometerkopf eingebauter Drucksensor kann so den Augendruck direkt und weitestgehend unabhängig von Hornhauteinflüssen aufnehmen. Die erreichte Präzision erlaubt es, Pulskurven des Augendrucks, die vom Herzschlag ausgelöst werden, ähnlich wie in einem <a href="Elektrokardiogramm" title="Elektrokardiogramm">EKG</a> darzustellen.
</p><p>Die Genauigkeit wurde in vivo in intrakameralen Vergleichsmessungen bestätigt. Dabei wurde gezeigt, dass die DCT-Messungen besser als mit einem Fehler von 1&nbsp;mmHg mit dem tatsächlichen Augendruck korrelieren und die Hornhautdicke nur einen minimalen Einfluss auf die Messung hat.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit der dynamischen DCT-Messungen erwies sich zudem als besser als mit den gängigen statischen Applanationstonometern oder mit den Non-Contact-Tonometern bei Einzelimpuls.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach Augenoperationen wie <a href="Laser-in-situ-Keratomileusis" title="Laser-in-situ-Keratomileusis">LASIK</a> oder Crosslinking, welche die Eigenschaften der Hornhaut verändern, werden Ergebnisse von DCT-Messungen offenbar weniger verzerrt als bei Applanationsmethoden.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Eyemate">Eyemate</h3></div>
<p>Noch in der Erforschung befindet sich das Verfahren einer kontinuierlichen Messung über 24 Stunden und dies über lange Zeiträume, welches ein Mikrosensor mit der Bezeichnung <i>Eyemate</i> ermöglichen soll, der 2017 die CE-Zulassung erhalten hat und an den Universitäts-Augenkliniken Aachen und Bochum einer Reihe von ausgewählten Patienten erfolgreich implantiert wurde. Die Augendruckwerte werden hierbei von dem in die Vorderkammer positionierten Chip auf ein vom Patienten in Augenhöhe gehaltenes Lesegerät und anschließend telemetrisch zum behandelnden Augenarzt übertragen. Man verspricht sich mit dieser Methode eine bessere Kontrolle der über den Tag und die Nacht häufig vorkommenden massiven Druckschwankungen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Blickrichtungstonometrie">Blickrichtungstonometrie</h2></div>
<p>Eine blickrichtungsabhängige Augeninnendruckmessung wird zur diagnostischen Beurteilung beim Krankheitsbild der <a href="Endokrine_Orbitopathie" title="Endokrine Orbitopathie">endokrinen Orbitopathie</a> durchgeführt.<sup id="cite_ref-kfm_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-kfm-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hintergrund dieser Untersuchung ist, dass eine durch diese Erkrankung bedingte, entzündliche Volumenzunahme der <a href="Augenmuskeln" title="Augenmuskeln">Augenmuskeln</a> bei Änderung der Blickrichtung zu einer Kompression des Augapfels führen und dadurch der Intraokulardruck ansteigen kann. Die gleiche Symptomatik kann sich bei einer <a href="Orbitabodenfraktur" title="Orbitabodenfraktur">Orbitabodenfraktur</a> einstellen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Tonographie">Tonographie</h2></div>
<p>Im Gegensatz zur Tagesdruckkurve wird eine über einen Zeitraum von wenigen Minuten konstant durchgeführte Messung des Kammerwasserabflusses und die Aufzeichnung einer entsprechenden Verlaufskurve der daraus resultierenden Druckabsenkung <i>Tonographie</i> genannt. Das Verfahren gilt als zuverlässige Methode zur Früherkennung eines <i>Glaucoma simplex</i>.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kosten">Kosten</h2></div>
<p>Die Messung des Augeninnendruckes wird als <a href="Fr%C3%BCherkennung_von_Krankheiten" title="Früherkennung von Krankheiten">Vorsorgemaßnahme</a> kontrovers beurteilt: Während der <i>Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen</i> sie als „tendenziell negativ“ einschätzt,<sup id="cite_ref-IGeL-Monitor_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-IGeL-Monitor-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> hält der Direktor der Uni-Augenklinik Mainz Norbert Pfeiffer „ein allgemeines Screening [für] absolut sinnvoll.“<sup id="cite_ref-focus_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-focus-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die wissenschaftlich orientierte <i>Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft</i> befürwortet die Glaukomfrüherkennungsuntersuchung, in welcher die Tonometrie enthalten ist.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Robert_Koch-Institut" title="Robert Koch-Institut">Robert Koch-Institut</a> schreibt 2017: „Eine frühzeitige Diagnostik des Glaukoms ist wichtig, weil erkennbare strukturelle Veränderungen am Sehnervenkopf noch vor den funktionellen Beeinträchtigungen entstehen.“<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland jedoch nicht übernommen, so dass sie eine <a href="Individuelle_Gesundheitsleistung" title="Individuelle Gesundheitsleistung">individuelle Gesundheitsleistung</a> (IGeL) darstellt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ist die Messung des Augeninnendrucks allerdings medizinisch erforderlich, etwa nachdem ein <a href="Glaukom" title="Glaukom">Glaukom</a> bereits sicher diagnostiziert wurde oder bei langfristiger <a href="Cortison" title="Cortison">Cortisontherapie</a>, sind die Kosten mit der Behandlungspauschale abgegolten. Als Grund dafür, dass die Kosten nicht generell im Rahmen eines Glaukom-<a href="Screening" title="Screening">Screenings</a> übernommen werden, gibt der <a href="Gemeinsamer_Bundesausschuss" title="Gemeinsamer Bundesausschuss">Gemeinsame Bundesausschuss</a> die „unbekannte Zuverlässigkeit des Tests bei Personen ohne spezifische Beschwerden oder Risikofaktoren“ an.<sup id="cite_ref-focus_20-1" class="reference"><a href="#cite_note-focus-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tonometers?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tonometers</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.nafuo.din.de/cmd?level=tpl-art-detailansicht&amp;committeeid=54738899&amp;artid=93733274&amp;languageid=de&amp;bcrumblevel=3&amp;subcommitteeid=54768032"><i>DIN NA 027 Normenausschuß Feinmechanik und Optik (NAFuO) – Ophthalmische Instrumente – Augentonometer, DIN EN ISO 8612.</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Theodor_Axenfeld" title="Theodor Axenfeld">Theodor Axenfeld</a> (Begründer), Hans Pau (Hrsg.): <i>Lehrbuch und Atlas der Augenheilkunde.</i> Unter Mitarbeit von <a href="Rudolf_Sachsenweger" title="Rudolf Sachsenweger">Rudolf Sachsenweger</a> u. a. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Gustav Fischer, Stuttgart u. a. 1980, ISBN 3-437-00255-4.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Johannes Rückher: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.apotheken-umschau.de/Tonometrie"><i>Tonometrie: Messung des Augeninnendrucks.</i></a> apotheken-umschau.de, 4.&nbsp;Dezember 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 5.&nbsp;März 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ATonometrie&amp;rft.title=Tonometrie%3A+Messung+des+Augeninnendrucks&amp;rft.description=Tonometrie%3A+Messung+des+Augeninnendrucks&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.apotheken-umschau.de%2FTonometrie&amp;rft.creator=Johannes+R%C3%BCckher&amp;rft.publisher=apotheken-umschau.de&amp;rft.date=2014-12-04">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"> <i>Haag-Streit: Applanation tonometer – 1957</i> <a rel="nofollow" class="external free" href="https://de.haag-streit.com/%C3%BCber-uns/firma/geschichte">https://de.haag-streit.com/%C3%BCber-uns/firma/geschichte</a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Robert L. Stamper, Marc F. Lieberman, Michael V. Drake: <i>Becker-Shaffer's Diagnosis and Therapy of the Glaucomas.</i> 8. Auflage. Mosby, Elsevier, Edinburgh 2009, ISBN 978-0-323-02394-8, S.&nbsp;47–50.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://augen.uniklinikum-dresden.de/seite.asp?ID=140">Patienteninformationen der Augenklinik des Universitätsklinikums Dresden</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dog.org/1999/abstract99/336.html">Untersuchungsreihe der Universitäts-Augenklinik Freiburg, Zusammenhang zwischen Hornhautdicke, Applanationstonometrie und direkt bestimmten intraokularen Druckwerten</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.globalaigs.org/pages/Consensus/4/4thconsensus.php">4th World Glaucoma Consensus Report on IOP</a></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter W. J. Dekker, Hartmut Kanngiesser, Yves C. Robert: <i>Das Kontaktglastonometer.</i> In: <i>Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde.</i> Band 208, Nr. 5, 1996, S. 370–372, <a href="https://doi.org/10.1055/s-2008-1035243" class="extiw external" title="doi:10.1055/s-2008-1035243">doi:10.1055/s-2008-1035243</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Hartmut E. Kanngiesser, Christoph Kniestedt, Yves C. Robert: <i>Dynamic contour tonometry: presentation of a new tonometer.</i> In: <i>Journal of Glaucoma.</i> Band 14, Nr. 5, October 2005, S. 344–350. <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16148581?dopt=Abstract">PMID 16148581</a>.</span>
</li>
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</li>
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